TASPO Stiftung fördert wieder zwei Projekte


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Ende Oktober war die Verleihung der TASPO Awards in Berlin. Die TASPO Stiftung vergab in der Kategorie „Junge Wissenschaft“ wie im vergangenen Jahr gleich an zwei Nachwuchsforscher einen finanziellen Zuschuss in Höhe von insgesamt 4.000 Euro für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit – Stefan Irrgang und Robert Klose, beide von der Humboldt Universität Berlin.

Robert Klose befasst sich mit der Entwicklung eines Hybridanbausystems für die Tomatenproduktion, Irrgang arbeitet an einem Produktionssystem für Wasserlinsen als alternative Proteinquelle.

 

 Stefan Irrgang: Produktionssysteme für Wasserlinsen als alternative Proteinsource   Irrgang (3)

Stefan Irrgang ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften und beschäftigt sich dort mit der schnell   wachsenden Wasserlinse. Zwar stehen Wasserlinsen bisher nicht im Fokus der Lebensmittelproduktion. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen belegen jedoch den hohen ernährungsphysiologischen Wert verschiedener Spezies aus den Gattungen Lemna und Wolffia. In Indien, Pakistan, China, Laos, Thailand und Burma dienen Wasserlinsen bereits als Nahrungsquelle.

Sie stellen wenig Ansprüche an die Kultur und wachsen schwimmend auf Wasseroberflächen. Das macht sie für artifizielle Kultursysteme interessant. Zudem tolerieren Wasserlinsen verschiedenste Wasserzusammensetzungen und bieten sich für die Kultur in urbanen Räumen an.

Innerhalb eines Projekts will Irrgang ein vertikales Produktionssystem in Wasserrinnen für die Wasserlinsen testen. Gleichzeitig ist geplant, die ernährungsphysiologische Qualität der Pflanzen durch differenzierte LED Beleuchtung zu erhöhen.

 

Robert Klose: Hybridanbausystems für die Tomatenproduktion  Klose_quer

Ziel des Masterstudenten ist die Entwicklung eines Hybridanbausystems aus Aeroponik- und Nährfilmtechnologie für den intensiven Anbau von Tomaten, das vollkommen auf Substrate (Steinwolle) verzichtet und eine konkurrenzfähige Alternative zum etablierten Anbausystem auf Steinwolle darstellt.

Beide Systeme bringen Nachteile mit sich: Langzeitkulturen mit großem Wurzelvolumen können in Nährfilm-Technik (NFT) häufig nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Darüber hinaus werden Nährstoffe nur am Anfang der Nährlösungsrinnen zugegeben, das kann zu einer unterschiedlichen Verteilung der Nährstoffe innerhalb des Systems und damit zu ungleichmäßigem Wachstum führen.

In Aeroponik-Systemen, die meist auch durch ein Verstopfen der Sprühdüsen nicht die kontinuierliche Wasser- und Nährstoffversorgung sicherstellen können, fehlt der Puffer zur Aufrechterhaltung der Wasserversorgung im Falle eines Ausfalls der technischen Anlage.

Die neuen, modifizierten Röhrensysteme von Robert Klose sollen dagegen durch die Kombination beider Systeme und den Einsatz moderner Mess- und Regeltechnik eine hohe Ausfallsicherheit gewährleisten.

 

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